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12.12.2019, 10:29 Uhr
Umfassende Finanzhilfen für Waldflächen
Nach den durch Wetterextreme entstandenen verheerenden Waldschäden aus den letzten Jahren haben Bund und Länder verschiedene Förderangebote für betroffene private und kommunale Waldeigentümer ermöglicht. Gemeinsam mit dem Waldbeauftragten des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Herrn Caesar und lokalen Förstern konnte ich mir vor Ort ein Bild der Schäden machen. Das in einem solchen Fall finanzielle Hilfen dringendst benötigt werden ist nicht von der Hand zu weisen.   

Bereits im letzten Jahr wurden Förderangebote im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) auf den Weg gebracht und mit zusätzlichen 5 Millionen Euro pro Jahr für fünf Jahre ausgestattet. In der Finanzplanung bis 2023 ist vorgesehen, die Mittel zur Bewältigung von Extremwetterfolgen im Wald in der GAK von 5 auf 10 Mio. Euro im Jahr zu verdoppeln. Da auch eine Verstärkung dieser Mittel bei weitem nicht ausreichend ist, hat das Kabinett der Bundesregierung am 02. Oktober 2019

den Ergänzungshaushalt 2020 beschlossen. Hierin sind 547 Millionen Euro für zusätzliche Waldmaßnahmen vorgesehen. Die Fortschreibung der Maßnahmen ist bis 2023 vorgesehen. 478 Millionen Euro sollen davon über die Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz umgesetzt werden. Damit stehen zusammen mit der Ko-Finanzierung der Länder rund 800 Millionen Euro bereit für die Räumung der Schäden, die Wiederbewaldung der geschädigten Flächen in Privat- und Kommunalwald und den Umbau dieser Wälder hin zu klimatoleranten, leistungsstarken Mischbeständen.

 

Die Förderung kann auf Basis entsprechender Landesrichtlinien abgerufen werden. Insgesamt sind Maßnahmen im Volumen von rund 38 Millionen Euro im Bewilligungsverfahren oder bereits ausgezahlt. Im Topf (Bund und Länder) sind derzeit noch rund 43 Millionen Euro.