WSV Reform

 Die Reform der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV)

Stärkung und Sicherung des Standortes Magdeburg

1. Grundsätze der Verwaltungsreform

Der Koalitionsvertrag der 18. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages weist die Reform der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung als wichtiges politisches Handlungsfeld aus. Ziel der Verwaltungsreform ist eine schlankere Ämterstruktur mit einer zentralen Koordinierungsstelle und Kompetenzbündelung in den Regionen.

Die Umsetzung der Reform erfolgt in mehreren Schritten, sozialverträglich und gemeinsam mit den Beschäftigten. Sie soll im Jahre 2025 abgeschlossen sein.

 

2. Der Erhalt des Wasser- und Schifffahrtsamtes am Standort Magdeburg

Auch der Standort Magdeburg ist von der Strukturänderung betroffen. Die Magdeburger Wasser- und Schifffahrtsverwaltung gab es bereits im Jahr 1655 mit der städtischen Wasserbaubehörde. Ab 1931 sind bedeutende Bauwerke - wie z. B. der Mittellandkanal, das Schiffshebewerk und viele Schleusen - entstanden.

Mit der Deutschen Einheit bildete sich das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Magdeburg als eines der Ämter der neuen Wasser- und Schifffahrtsdirektion Ost. Der Wasserstraßenbau wurde integriert und alte Bauwerke und Anlagen wurden saniert.

Erwähnenswert ist das Wasserstraßenkreuz Magdeburg, die Kreuzung der beiden wichtigsten norddeutschen Wasserstraßen: Mittellandkanal und Elbe. In Verlängerung des Mittellandkanals befindet sich der Elbe-Havel-Kanal, dieser stellt die Verbindung nach Brandenburg und Berlin her. Der Ausbau des Elbe-Havel-Kanals im Rahmen des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 17 hat große Bedeutung für den modernen Schiffsverkehr.

Als Mitglied des für die Reform zuständigen Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur habe ich mich erfolgreich für die Erhaltung des Wasser- und Schifffahrtsamtes am Standort Magdeburg eingesetzt. In meiner Bundestagsrede machte ich deutlich, wie wichtig dieser Standort für unsere Region ist. Ich betonte die lange Tradition der Elbstrombauverwaltung, die Bedeutung für die Infrastruktur über die Landesgrenzen hinaus und nicht zuletzt die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen.